Der Raumbedarf


Auszug Email von Daniel:

Nachdem Karos Eltern in Wien wohnen und ein Besuch stets mit 6h Auto/Zugfahrt verbunden ist, würden wir uns gerne den Luxus einer (wirklich kleinen) Einliegerwohnung leisten, mit der auch längere Besuche von Schwiegereltern aber auch Freunden für beide Seiten bequem möglich sind. Später bestünde damit die Option eines Umbaus in ein Mehrgenerationen-Haus, indem die Einliegerwohnung z.B. um die Räume der Kinderzimmer (die irgendwann Erwachsen oder aus dem Haus sind) erweitert werden kann und man somit zwei autarke und in etwa gleich große Wohneinheiten hat. Eventuell könnten die älter werdenden Kinder bereits die sanitären Anlagen der Einliegerwohnung mit nutzen (diese steht ja die meiste Zeit leer).
Dementsprechend würden wir mit zwei Kinderzimmern planen. Ganz zu Beginn hat Dir Reinhard glaube ich meinen laienhaften Plan weitergeleitet, in diesem habe ich die Kinderzimmer und die Einliegerwohnung auf einer Etage und das Elternschlafzimmer auf einer weiteren Etage geplant – hier diskutieren wir häufig und sind uns inzwischen eigentlich einig, dass zumindest in den ersten paar Jahren auch das Elternschlafzimmer auf der gleichen Etage sein sollte. Meine Gedanken hierzu waren, dass man die Kinder zunächst zu zweit in einem Zimmer lassen könnte und das Elternschlafzimmer daneben in einem der zukünftigen Kinderzimmer wäre. Auf der anderen Etage, könnte ein Arbeits/Sportzimmer mit angrenzendem Bad dann später ein Elternschlafzimmer werden. Alles nicht so einfach und eigentlich finde ich die Idee zunächst mit einem Kompromiss zu leben nicht ideal wenn man schon aufwändig baut.
Zum weiteren Raumprogramm neben den zwei Kinderzimmern und der Einliegerwohnung:
Ein richtiges Büro/Arbeitszimmer benötigen wir eigentlich nicht, es genügt ein Schreibtisch/Büroeinheit in einem Raum welcher auch anders genützt wird, da wir uns zuhause „am Schreibtisch“ lediglich um die üblichen Rechnungen, persönliche Bürokratie kümmern. Wichtig wäre (vor allem mir) jedoch ein Bereich, in dem man zuhause sporteln kann. Es genügt hier im Grunde ein Bereich in dem man eine Matte und ein Fahrradergometer in einem ausreichend belüftbaren Raum aufstellen kann (ggf. hängt da auch noch ein Fernseher) – diesen Raum könnte man also als Büro/Sportzimmer kombinieren. Alternativ könnte man die Büroeinheit auch mit einer Ankleide kombinieren und den Sportraum in eine unbeliebtere Ecke des Hauses verbannen (in Alter wird dieser ggf. weniger verwendet). Eine separate Ankleide ist kein Muss, wenn es jedoch noch vom Raumkonzept passt gerne genommen, ansonsten kommen die Schränke ins Schlafzimmer.
Den Wohn/Essbereich würden wir gerne als solchen Kombinieren – die Lösung beim Reinhard finden wir hier sehr gelungen! Wir kochen gerne und sehen (in Zukunft eher noch mehr) die Küche ggf. mit kleiner Theke aber auch einem großen Esstisch als zentralen Bereich des täglichen Lebens und wären hier auch Bereit mehr zu investieren (u.a. auch um Küchengerüche durch Entlüftung zu minimieren). Schön fänden wir, wenn man von der Küche aus einen Blick über das Wohnzimmer bis in den Garten hat (ist natürlich fraglich ob ein so großer Raum so gemütlich ist..). Eine kleine Speisekammer unmittelbar neben der Küche wäre praktisch (sollte das ganze im Obergeschoss sein ggf. mit der Option eines kleinen Lastenaufzugs vom Keller, um nicht immer alles schleppen zu müssen) und sollte auch sowas wie Staubsauger beherbergen können.
Wie in meinem initialen Ideen-Entwurf bin v.a. ich noch immer mit der Idee schwanger, den Wohn-Essbereich ins Obergeschoss zu legen um einerseits z.B. von der Küche, (mehr) Morgensonne und einen Fernblick (sonst auf dem Grundstück Mangelware) nach Osten zu haben und aber auch um die Möglichkeit zu haben, mit dem erhöhten Wohn-Essbereich (nach Westen und Süden ausgerichtet) die Hanglage ein wenig zu kompensieren und das Wohnzimmer mit einer Terrasse in den Garten zu integrieren . Auch gefällt uns die Möglichkeit durch Oberlichter/Dachfenster mehr Tageslicht in den Wohn/Essbereich zu bekommen und eventuell auch eine sichtbare Dachkonstruktion zu haben. 
Der Garten auf dem Grundstück ist schön groß und kann neben den schon bestehenden alten Bäumen noch schön angelegt werden. Wir fänden es schön hier einen fließenden Übergang von Wohnen zum Garten zu haben. Dieser sollte optimalerweise ein wenig überdacht sein, um die kalten Allgäuer Abende länger draussen auf der Terrasse geniessen zu können und zu vermeiden, dass sich unter Tags bei starken Sonneneinstrahlung alles sehr aufheizt (ich finde es Ungeschickt, dass in vielen neuen, grossflächig verglasten Häusern tagsüber teils der Rolladen unten ist weil es sonst zu heiss wird).
Wohn/Essbereich im OG würde bedeuten Schlafzimmer im EG – sind uns unsicher was wir davon halten, zwar ist das Grundstück von der Strasse deutlich abgehoben und somit ‚privat‘, wir fürchten aber ein wenig, dass man sich nicht so ‚geborgen‘ fühlt wie man könnte mit einem Schlafzimmer im EG (für die Kinder wäre es denke ich kein Problem, Zugang zum Garten eher von Vorteil). Über deine Einschätzung/Erfahrung wären wir hier dankbar.
Aktuell besitzt das Haus eine Doppelgarage, mit der man über eine Aussentreppe zum Hauseingang kommt. Ideal wäre natürlich, man könnte bei einem Neubau die Garage mit einem Keller verbinden um hier trocken (und im Alter ggf. auch barrierefrei mit nachrüstbarem Treppenlift) ins Haupthaus zu kommen. Aufgrund der Hanglage könnte man die Garage wohl unter der Grasnabe verstecken. 
Raumprogramm nochmal geordnet:
– Einliegerwohnung minimalistisch (ggf. mit shared-bath mit Kinderzimmern, letzteres ist aber kein Muss)
– 2 Kinderzimmer
– Elternschlafzimmer gerne mit angrenzendem Bad, ggf. großzügig mit der Option hier auch Waschmaschine/Trockner unterzubringen (wie bei Reinhard, bequemer als im Keller)
– Wohnzimmer mit Übergang in Garten und Essbereich
– Essbereich, Küche eventuell als zentralen, freistehenden Korpus
– Speise/Haushaltskammer angrenzend an Küche
– Kombi-Raum Sport/Büro
– Gäste-WC im Wohn-Essbereich
– Keller (kann klein sein, wenn man diesen mit den Garagen verbindet kann man ggf. auch einen Stauraum im Bereich der Garagen für Fahrräder etc. machen)
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